USB Stick Geschichte
Die Entwicklung des USB-Sticks liegt gute zehn Jahre zurück. In der Fachwelt herrscht Einigkeit darüber, dass es sich beim „Erfinder“ um den israelischen Ingenieur und Geschäftsmann Dov Moran handelt, der den USB-Stick Ende der 1990er Jahre mit seiner Firma M-Systems entwickelte. Die Innovation bestand damals darin, die Flash - Speichertechnologie mit der USB - Übertragungstechnologie zu kombinieren. Angeblich kam Moran auf diese Idee, als sein Notebook bei einer geplanten Präsentation den Dienst versagte und er keine Sicherheitskopie der benötigten Dateien angefertigt hatte.
In diesem Moment erkannte er den Nutzen eines Speichermediums, das klein und unempfindlich ist und sich an jeden Computer anschließen lässt. Da ebenfalls Ende der 1990er Jahre die Firma Intel den „Universal Serial Bus“ zum Anschluss von Peripheriegeräten an den Computer in den Markt einführte, entschied sich Moran dafür, auf diese einheitliche Schnittstelle zu setzen.
Im Jahr 2000 war es dann soweit: trotz negativer Marktanalyse (zu teuer, zu umständlich, chancenlos gegen Disketten und CDs) wurden die ersten USB-Sticks unter dem Namen „DiskOnKey“ auf den Markt geworfen. Bei der Größe eines Schweizer Armeemessers brachten sie es auf 8 MB Speicherplatz und kosteten rund 50 Dollar. Der Einführung der USB-Sticks folgte ein rasanter Siegeszug der USB-Sticks. Bereits im Jahr 2001 erwirtschaftete M-Systems 45 Millionen Dollar, 2006 eine knappe Milliarde. Im selben Jahr erfolgte die Übernahme durch die SanDisk Corporation für 1,6 Milliarden Dollar. Die jährlichen Verkaufszahlen von USB-Sticks liegen mittlerweile bei ca. 120 Millionen, bei einer Speicherkapazität von bis zu 256 GB. Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht absehbar.